Bericht Teil 2: Lohnt sich der Kauf eines E-Autos?

Bericht Teil 2: Lohnt sich der Kauf eines E-Autos?

Einerseits wollen oder können viele nicht auf ein Auto verzichten. Andererseits wird das Autofahren immer teurer. Gleichzeitig machen sich die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend bemerkbar und die Debatte um den Umweltschutz wird zum Dauerthema. Vor diesem Hintergrund gewinnt das E-Auto als Alternative zum klassischen Verbrenner immer mehr an Bedeutung. Kein CO2-Ausstoß, im Unterhalt kostengünstiger und attraktive Rabatte der Hersteller scheinen schließlich gute Argumente zu sein.

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Bericht Teil 2 Lohnt sich der Kauf eines E-Autos

Doch ist ein Elektroauto wirklich eine umweltfreundliche Innovation oder nicht doch eher eine Kostenfalle? In einem zweiteiligen Bericht schauen wir uns die Punkte an, die bei der Anschaffung eine Rolle spielen.

Dabei haben wir in Teil 1 beantwortet, ob sich der Kauf eines E-Autos für die Umwelt und in finanzieller Hinsicht lohnt.

Hier ist Teil 2!:

Lohnt sich der Kauf eines E-Autos für Vielfahrer?

Für Vielfahrer ist ein Elektroauto eher ungeeignet. Inzwischen gibt es in Deutschland zwar mehrere tausend Ladestationen und das Netz wird immer weiter ausgebaut. Trotzdem wird es noch eine Weile dauern, bis die Infrastruktur flächendeckend so gegeben ist, dass sie auch die Zwecke von Vielfahrern erfüllt.

Hinzu kommt, dass die Ladezeiten für Vielfahrer zu lang und zu unpraktisch sind. Selbst wenn ein Schnellladen möglich ist, müssen regelmäßige Stopps, um das Fahrzeug zu laden, eingeplant werden.

Für Vielfahrer wäre ein Plug-in-Hybrid die bessere Lösung. Vor allem auf langen Strecken ohne Strombetrieb ist so ein Fahrzeug allerdings unwirtschaftlicher als ein Benziner oder Diesel.

Lohnt sich der Kauf eines E-Autos für Wenigfahrer?

Wer hauptsächlich Kurzstrecken fährt, kann von einem Elektroauto profitieren. Denn gerade in der Stadt gibt es genug Ladesäulen und oft kommen weitere Pluspunkte wie spezielle Parkplätze oder vergünstigte Parkgebühren dazu.

Allerdings sollten vorher ein paar Fragen geklärt sein:

  • Bietet das Auto genug Reichweite für den Hin- und Rückweg? Am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder unterwegs aufladen zu müssen, kann unpraktisch sein.

  • Ist mein Fahrweg hügelig oder bin ich oft im kalten Winter unterwegs? In diesen Fällen verbraucht das Fahrzeug deutlich mehr Strom.

Ein E-Auto lohnt sich vor allem bei einer Pendelstrecke zwischen 30 und 50 Kilometern. Optimal ist, wenn in der heimischen Garage eine abgesicherte Ladeeinheit, die das Auto mit Starkstrom schnell auflädt, installiert werden kann.

So kann das Fahrzeug daheim für die Tour am nächsten Tag aufgeladen werden und einer bequemen Fahrt steht nichts im Wege.

Wichtig ist aber, den Einbau der Ladeeinheit von einem Fachmann überprüfen zu lassen und die Gebäudeversicherung darüber zu informieren.

Lohnt sich der Kauf eines E-Autos als Firmenwagen?

Für Unternehmen dürften vor allem die steuerlichen Vorteile interessant sein, die ein E-Auto bietet. Nutzen Arbeitnehmer ihren Dienstwagen auch privat, müssen sie nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises steuerlich abführen.

Im Unterschied dazu greift bei einem Verbrenner die 1-Prozent-Regelung.

Allerdings kommt der volle Steuervorteil nur dann zum Tragen, wenn der Kaufpreis des Elektroautos unter der Marke von 60.000 Euro bleibt. Ist der Bruttopreis höher, steigt die Steuer auf 0,5 Prozent.

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Bericht Teil 2 Lohnt sich der Kauf eines E-Autos (1)

Lohnt sich der Kauf eines gebrauchten E-Autos?

Bei der Frage, ob es sich lohnt, ein gebrauchtes E-Auto zu kaufen, müssen die Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen werden.

Auf der einen Seite stehen die Argumente, die dagegen sprechen:

  • Die Kaufpreise von einem neuen und einem gebrauchten Elektroauto unterscheiden sich oft nur um wenige tausend Euro. Eine große Ersparnis ist damit nicht drin.

  • Inzwischen handelt es sich bei einem gebrauchten E-Auto häufig um ein Vorgängermodell. Neuere Modelle haben aber einen besseren Akku, was mit einer höheren Reichweite, einer stärkeren Leistung und kürzeren Ladezeiten einhergeht.

  • Wer ein neues E-Auto kauft, bekommt die vollständige Garantie, die unter anderem auch den Akku einschließt.

Dem gegenüber stehen die Argumente, die für die Anschaffung eines Gebrauchtfahrzeugs sprechen:

  • E-Autos sind noch nicht sehr alt, werden meist nicht intensiv genutzt und verfügen über eine langlebige Technik. Dadurch ist auch ein Gebrauchtfahrzeug ein Auto in einem guten, mitunter fast neuwertigen Zustand.

  • Ein gebrauchtes E-Auto ist sofort verfügbar. Im Unterschied dazu beträgt die Wartezeit auf einen Elektro-Neuwagen im Durchschnitt sechs Monate.

  • Wer täglich nur kurze Strecken in den nächsten Ort oder innerhalb der Stadt zurücklegt, ist mit einem gebrauchten E-Auto gut beraten. Ein neues Fahrzeug muss es bei dieser Nutzung nicht unbedingt sein.

  • Ein wichtiger Punkt ist der Aspekt der Wiederverwendung. Umweltbewusstes Handeln bedeutet auch, nicht ständig neue Produkte zu kaufen, sondern die Dinge zu nutzen, die schon vorhanden sind. Die Anschaffung eines gebrauchten E-Autos setzt diesen Aspekt um.

Unter Umständen wird der Kauf eines gebrauchten Elektroautos außerdem staatlich gefördert.

Voraussetzung dafür ist, dass die Erstzulassung des Fahrzeugs maximal zwölf Monate zurückliegt, höchstens 15.000 Kilometer auf dem Tacho stehen und für das Auto noch kein Antrag auf Förderung gestellt wurde. Sind diese Bedingungen erfüllt, bezuschusst der Staat die Anschaffung mit bis zu 3.600 Euro.

Fazit zum Kauf eines E-Autos

Aus finanziellen Gründen lohnt sich die Anschaffung eines E-Autos nur bedingt. Wer aber Wert auf eine innovative und umweltfreundliche Technik legt, für den ist der Kauf durchaus sinnvoll.

Bei alltäglichen Fahrten bleiben die Kosten niedrig und die Ladeinfrastruktur ist ausreichend gut ausgebaut. Werden hingegen regelmäßig lange Strecken zurückgelegt, muss bei der Nutzung eines E-Autos entsprechend sorgfältig vorausgeplant werden.

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