Im Dunkeln nach Hause: Tipps für einen sicheren Heimweg

Im Dunkeln nach Hause: Tipps für einen sicheren Heimweg

Der Abend mit den Freunden war so gemütlich und gesellig, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist. Nun ist es deutlich später geworden als geplant und der letzte Bus ist längst weg. Doch der Nachhauseweg steht noch bevor. Diese Situation hat vermutlich jeder schon einmal erlebt. Dabei haben viele Menschen ein mulmiges Gefühl, wenn sie im Dunkeln alleine unterwegs sind.

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Im Dunkeln nach Hause Tipps für einen sicheren Heimweg

Wer ein paar Dinge beachtet, braucht aber keine Angst zu haben. Wir geben einige Tipps für einen sicheren Heimweg!:

Den Nachhauseweg vorher planen

Wenn feststeht, wo der Abend verbracht wird, kann der Heimweg im Vorfeld geplant werden. Dabei ist wichtig, die Jahreszeit zu berücksichtigen. In der kalten Jahreshälfte wird es schließlich viel früher dunkel als im Sommer. Ratsam ist auch, sich zu erkundigen, wie weit die nächsten Haltestellen entfernt sind und wie die öffentlichen Verkehrsmittel dort verkehren.

Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte dunkle und abgelegene Straßen und Wege meiden. Die Versuchung, eine Abkürzung durch einen Park, eine Unterführung oder eine Seitenstraße zu nehmen, mag zwar groß sein.

Trotzdem ist sicherer, eine größere Straße zu wählen, die auch nachts belebt oder zumindest gut ausgeleuchtet ist. Dass eine Gegend als sicher gilt und dort keine Überfälle bekannt sind, ist kein Argument. Wer ein ungutes Gefühl vermeiden möchte, sollte lieber einen längeren Umweg in Kauf nehmen.

Unterschiedliche Routen nutzen

Es kann sein, dass jemand regelmäßig im Dunkeln nach Hause läuft, weil er zum Beispiel von der Arbeit oder aus dem Fitnessstudio kommt. Beobachtet ein potenzieller Angreifer die Situation eine gewisse Zeit lang, kann er einschätzen, welche Route die Person nimmt und wann sie wo einbiegt.

Sinnvoll ist deshalb, den Heimweg immer mal wieder zu variieren. Wer sich in einer Gegend auskennt, weiß, welche Straßen und Wege es im Viertel gibt. Dadurch kann er zwischendurch auch andere Strecken wählen.

Selbstsicher auftreten

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber das eigene Verhalten kann einen großen Anteil daran haben, sicher nach Hause zu kommen. Wichtig ist ein selbstbewusstes Auftreten. Der Oberkörper sollte aufgerichtet sein und der Blick nach vorne gehen.

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Wer Passanten begegnet, sollte den Augenkontakt nicht scheuen. Statt verlegen wegzuschauen, ist also besser, anderen Personen ins Gesicht zu blicken.

Dabei geht es aber in erster Linie darum, die Situation zu beobachten und gleichzeitig Selbstsicherheit auszustrahlen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Kontakt gesucht wird.

Sollte ein Fremder längere Zeit folgen, ist Vorsicht angesagt. Zwar gibt es keinen Grund, in Panik zu verfallen. Aber es wichtig, aufmerksam zu bleiben und auf sein Bauchgefühl zu hören. Gesunde Skepsis ist auch wichtig, wenn ein Unbekannter einen anspricht.

Ob es sich dabei um einen Mann, eine Frau oder ein Kind handelt, spielt letztlich keine Rolle. Es ist immer wichtig, wachsam zu sein und die Wertsachen so zu verbergen, dass sie ein Dieb nicht ohne Weiteres sieht und problemlos entwenden kann.

Daheim Bescheid sagen

Verbringt jemand den Abend mit Freunden oder Kollegen, lohnt es sich, die Wohnorte abzugleichen. Möglicherweise können sich zwei oder mehr Personen zusammenschließen und den Heimweg zumindest ein Stück weit gemeinsam zurücklegen.

Ansonsten ist es sinnvoll, den Partner, die Eltern oder eine andere Person aus dem nahen Umfeld darüber zu informieren, wo jemand den Abend verbringt und wann er voraussichtlich wieder daheim sein wird.

In Zeiten des Smartphones kann außerdem eine App für ein weiteres Plus an Sicherheit sorgen. Denn es gibt Apps, die es ermöglichen, den Standort in Echtzeit zu verfolgen. Dadurch lässt sich bequem und einfach nachvollziehen, ob und dass die Person sicher daheim angekommen ist.

Ablenkungen vermeiden

Es ist fast schon ein gewohntes Alltagsbild, dass sich Fußgänger unterwegs mehr auf ihr Smartphone konzentrieren als auf die Umgebung und den Straßenverkehr. Ebenso ist es für viele eine liebgewonnene Gewohnheit, beim Joggen durch den Wald oder bei Spaziergängen durch den Park über Kopfhörer Musik zu hören.

Wer im Dunkeln nach Hause geht, sollte das aber unterlassen.  Denn die Aufmerksamkeit ist dadurch gestört und mögliche Gefahren werden eventuell zu spät erkannt.

Ein frei verkäufliches Pfefferspray kann Sicherheit vermitteln. Weil es zu einer schweren Körperverletzung führen kann, darf es aber nur im äußersten Notfall zum Einsatz kommen. Eine kleine Taschenlampe, ein Regenschirm, eine Trinkflasche oder ein anderer, harmloser Gegenstand hingegen ist gut geeignet, um im Ernstfall einen Angreifer abzuwehren.

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Sicherheit geht vor

Natürlich ist der eigene Wohnort kein Schauplatz, an dem regelmäßig Verbrechen wie Mord, Totschlag oder Raubüberfälle stattfinden. Deshalb gibt es keinen Anlass, übervorsichtig zu sein. Trotzdem sollte eben nicht vergessen werden, dass es Risiken gibt.

Fühlt sich jemand unsicher oder sogar bedroht, ist eine besonnene Reaktion wichtig. Weil er die Gegend kennt, sollte er nicht nach Hause rennen, sondern die Richtung wechseln und einen gut besuchten Ort wie eine Bar, ein Restaurant oder ein Geschäft aufsuchen.

Und bevor der Heimweg zum nervenaufreibenden Spießrutenlauf wird, ist es die bessere Lösung, sich von jemandem abholen zu lassen oder einfach ein Taxi zu nehmen.

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Hier schreiben Marion Kalinski - Deutschlehrerin, Armin Wischhusen - freier Journalist, Christian Gülcan - Redakteur und Inhaber Artdefects Media Verlag, sowie Denise Menke - Inhaberin einer Presseagentur, Canel Gülcan - Studentin Germanistik / Deutsch auf Lehramt. Wir möchten Wissenswertes zu Themen vermitteln, die aktuell in Deutschland sind , sowie diverse Anleitungen und Tipps für Verbraucher, Schule, Studium oder Beruf weitergeben.

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