Infos zum betrieblichen Berichtwesen

Infos zum betrieblichen Berichtswesen 

Der Begriff betriebliches Berichtswesen fasst alle die Mittel, Maßnahmen und Einrichtungen eines Unternehmens zusammen, die dazu dienen, Informationen über den Betrieb in Berichtsform zu erarbeiten, weiterzuleiten, zu verarbeiten und zu speichern.

In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff Bericht dann die Zusammenfassung der Informationen für eine übergeordnete Zielsetzung, wobei ein Bericht nicht an Medien gebunden ist.  Das bedeutet, die Informationen müssen nicht zwangsläufig in gedruckter Form auf Papier dargestellt werden, ebenso ist beispielsweise auch eine elektronische Verarbeitung und Nutzung möglich.

Hier nun alle wesentlichen Infos zum Thema betriebliches Berichtswesen:

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Die Absicht der Berichte liegt in der Unterstützung der strategischen und operativen Unternehmensführung auf allen Ebenen, angefangen bei operativen Einheiten über spezielle Unternehmensbereiche bis hin zum Management.

Durch die Berichte können die wirtschaftlichen Grundlagen und somit auch die Grundlagen für die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden und Geschäftspartnern dargestellt werden. Zudem dienen sie als Informationsträger für Anteilseigner, indem beispielsweise im Value Reporting bisher erreichte Ziele und erwartete Wertsteigerungen transparent gemacht werden.

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Das betriebliche Berichtswesen arbeitet mit einigen wesentlichen Begriffen, hierzu gehören zunächst die Objekte, deren Merkmale sowie deren Wertgrößen. Die Objekte des betrieblichen Berichtswesens umfassen die Kunden des Unternehmens, einzeln und zusammengefasst in Gruppen und Märkten, die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens, das Unternehmen selbst und dessen organisatorische Struktur sowie die zeitliche Einteilung.

Erlös und Herstellungskosten 

Jedes dieser Objekte hat eine Reihe kennzeichnender Merkmale, bei einem Produkt können dies beispielsweise der Produkttyp oder die Produktgruppe sein. Zudem werden jedem Objekt Wertgrößen zugeordnet, wobei hierunter Werte wie Erlös, Herstellungskosten oder Lagerbestand fallen. Durch die Zuordnung der jeweiligen Merkmale und Wertgrößen werden Aussagen darüber möglich, wie sich beispielsweise die Absatzmenge eines Produktes innerhalb einer bestimmten Kundengruppe darstellt.

Weitere bedeutende Begriffe sind die Gruppierung und die Verdichtung:

Das bedeutet, dass Berichte sortiert und gruppiert werden können, indem die Merkmale oder die Objekte hierarchisch gegliedert werden, was etwa dann zum Tragen kommt, wenn die Umsätze einer Vertriebsregion ohne Berücksichtigung der einzelnen Kunden dieser Region dargestellt werden sollen. Erweitert werden die Berichte, indem auch Planwerte einbezogen werden, wodurch es dann wiederum möglich wird, Aussagen über den geplanten Umsatz eines Segments oder die geplanten Kosten einzelner Einheiten zu machen.

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Allerdings ist die Aussagekraft des Berichtwesens nur dann gewährleistet, wenn es bestimmte Anforderungen erfüllt. Hierzu gehört in erster Linie, dass die Berichte inhaltlich richtig, ohne subjektive Wertungen und sowohl dem Nutzerkreis als auch dem Verwendungszweck angepasst sein müssen. Hinzu kommt, dass das Berichtswesen auf eine einheitliche, verständliche Nomenklatur zurückgreifen muss, was bedeutet, dass Gleiches auch mit dem gleichen Wortlaut benannt werden muss.

Wichtig ist zudem, dass die Berichte den gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf Datenschutz, Buchführung und Datenverarbeitung entsprechen und zudem gewährleisten, dass vertrauliche Daten sicher sind und Dateneinsichten sowie Berichtungen nur von bestimmten Benutzergruppen vorgenommen werden können.

 Datawarehouses      

Da das betriebliche Berichtswesen Daten aus allen Unternehmensbereichen zusammenfasst, kann dies zu einer sehr umfangreichen, teils unübersichtlichen Informationsmenge werden. Insofern bietet es sich an, auf ein Informations- oder Datenmanagementsystem zurückzugreifen.

Ein mittlerweile weit verbreitetes Instrument des betrieblichen Berichtswesens sind dabei Data Warehouses, also Datenlager oder Datensammlungen, die in regelmäßigen Abständen mit den wesentlichen Informationen gespeist werden, diese Daten langfristig speichern und bei beispielsweise Unternehmensentscheidungen zu Rate gezogen werden können.

Hier mal ein Beispiel-Video über Berichtsprozesse im Vertriebsmanagement:

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Thema: Infos zum betrieblichen Berichtwesen

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