Schreiben von Berichten für Schüler und Azubis

Anleitung und grundlegende Vorgehensweise beim Schreiben von Berichten für Schüler und Azubis 

In der Schule werden in nahezu allen Jahrgangsstufen Berichte geschrieben. Dies liegt daran, dass auch im späteren Leben immer wieder Berichte verfasst werden müssen.

So werden während der Ausbildungszeit Berichtshefte geführt, die regelmäßig mit Berichten über die Ausbildung gefüllt werden und auch im Zusammenhang mit einem Praktikum muss in aller Regel ein Praktikumsbericht verfasst werden. 

Im späteren Berufsleben wird dann im Rahmen von schriftlichen Dokumentationen berichtet, welche Arbeitsschritte durchgeführt worden sind und auch im privaten Bereich kann es notwendig werden, Berichte zu verfassen, beispielsweise in Form eines Unfallberichtes. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie beim Schreiben von Berichten vorgegangen wird. Grundsätzlich unabhängig von der Art des Berichts bleibt die Vorgehensweise immer gleich.

Eine allgemeine Anleitung beim Schreiben von Berichten für Schüler oder Azubis lässt sich in die folgenden neun Schritte einteilen:  

1. Das Thema festlegen

Zuerst muss natürlich festgelegt werden, worum es in dem Bericht überhaupt geht.

Das Thema kann dann als Überschrift für den Bericht verwendet werden. Allerdings kann diese Überschrift auch nur eine Art Arbeitsüberschrift sein, die als Orientierungshilfe beim Schreiben verwendet wird und später dann noch umformuliert werden kann. 

2. Ideen sammeln und Stichworte notieren

Passend zu dem Thema geht es nun darum, Ideen zu sammeln und Stichworte zu notieren. Dabei gilt, dass es umso leichter fällt, einen Bericht zu schreiben, je frischer die Erinnerungen sind. Das bedeutet, die wichtigsten Aspekte, die später in dem Bericht behandelt werden müssen, sollten immer möglichst zeitnah als Stichwort notiert werden.

Sich später an kleine Details erinnern zu wollen, ist nicht nur deutlich schwerer, sondern kostet zudem viel Zeit. Die Reihenfolge der Stichworte spielt dabei keine Rolle, denn die Gliederung folgt erst im nächsten Schritt.

Hilfreiche Fragen beim Zusammentragen der Stichworte können beispielsweise sein:

·         Welche Tätigkeiten wurden ausgeführt?
·         Welche neuen Inhalte wurden kennengelernt?
·         Wer war beteiligt?
·         Wie war der zeitliche Ablauf?
·         Welche Hilfsmittel, Werkzeuge, Geräte wurden eingesetzt?
·         Welche Aspekte waren besonders wichtig und welche besonderen Merkmale oder Eigenschaften spielen eine Rolle?
·         Was war ansonsten noch auffällig und sollte unbedingt erwähnt werden? 

3. Die Stichworte gliedern

Jetzt erfolgt die Gliederung der Stichworte. Das bedeutet, die gesammelten Stichworte werden in eine logische Reihenfolge gebracht, indem thematisch passende Stichworte zusammengefasst und die jeweiligen Abschnitte festgelegt werden.  

4. Die Stichworte vervollständigen

Die Struktur des Berichts ist jetzt fertig. Da für die einzelnen Abschnitte Stichworte vorhanden sind, kann nun überprüft werden, ob alle wichtigen Punkte erfasst sind. Fehlen noch Informationen, kann die Gliederung durch entsprechende Stichworte vervollständigt werden.

Zusätzliche Ideen können dabei auch bei der späteren Ausformulierung immer wieder ergänzt werden. Dies ist deshalb auch sinnvoll, weil ein interessanter Gedanke, der einem beim Schreiben einfällt, ansonsten schnell wieder in Vergessenheit geraten kann.  

5. Den Bericht schreiben

Nachdem alle Vorarbeiten erledigt sind, beginnt das eigentliche Schreiben des Berichts. Am besten ist es, den Bericht jetzt erst einmal als Entwurf zu schreiben.

Das bedeutet, die Stichworte werden ausformuliert, indem eher kurze, verständliche Sätze gebildet werden. Bei einem Bericht handelt es sich um einen sachlichen, informativen Text, der in verständlicher Form informiert und über eine Sache berichtet.

Es geht also bei einem Bericht nicht darum, den Leser durch ein literarisches Werk auf hohem sprachlichen Niveau zu unterhalten, sondern ihn mit objektiven und präzisen Aussagen über eine Sache zu informieren.  

6. Den Bericht durchlesen, korrigieren und vervollständigen

Sind alle Stichworte ausformuliert, wird der Bericht jetzt durchgelesen. Sofern Korrekturen oder Ergänzungen notwendig sind, werden diese nun durchgeführt. Damit ist die Rohfassung des Berichts im Grunde genommen fertig.  

7. Pause

Wenn es möglich ist, sollte der Bericht jetzt zur Seite gelegt werden. Wird ein Text, der soeben geschrieben wurde, direkt korrigiert, fallen Fehler meist nicht auf. Dies liegt daran, dass im Gehirn noch gespeichert ist, was der Autor eigentlich schreiben wollte.

Dadurch liest er den Text mehr oder weniger automatisch und überliest es schlichtweg, wenn Worte fehlen oder zuviel sind.

Zudem fallen unlogische Übergänge oder holprige Formulierungen eher auf, wenn der Bericht mit einem gewissen Abstand gelesen wird. 

8. Bericht noch mal lesen

Nach der Pause wird der Bericht jetzt ein zweites Mal gelesen und bei Bedarf korrigiert. Am besten ist es dabei, den Bericht laut zu lesen, denn dadurch wird der Text nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren wahrgenommen und Fehler fallen eher auf. 

9. Letzte Korrekturen und Reinschrift

Sind alle Korrekturen vorgenommen, kann der Bericht ins Reine geschrieben und abgegeben werden.

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