Grundwissen zum Schreiben von Berichten

Grundwissen zum Schreiben von Berichten

Der Bericht ist eine sehr häufig gewählte Form zur Übermittlung von Mitteilungen, sowohl in der Literatur und im Journalismus als auch im Alltag.

Dabei kennzeichnet sich der Bericht durch eine sehr klare Struktur und einige wesentliche Anforderungen, die er erfüllen muss.

 

Hier das Grundwissen zum Schreiben von Berichten übersichtlich zusammengefasst:

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Zunächst handelt es sich bei einem Bericht, der im Journalismus auch als Meldung oder Nachricht bezeichnet wird, um eine Mitteilungsform, die sich auf eine Sache oder ein Erlebnis bezieht.

Die Grundform eines Berichtes ist der Augenzeugenbericht, der die Inhalte aus Sicht des Augenzeugens wiedergibt. Dabei ist es unerheblich, ob der Berichterstatter zufällig anwesend war, gezielt und mit der Absicht, einen Bericht zu verfassen, zu dem Ort gegangen ist oder das Ereignis selbst hervorgerufen hat, beispielsweise im Zusammenhang mit Reiseberichten.

 

 Der Aufbau      

Der Aufbau eines Berichtes folgt einer sehr klar gegliederten Struktur. In der Einleitung wird dargestellt, wo und zu welchem Zeitpunkt das Ereignis stattfand und wer daran beteiligt war. Zudem wird in der Einleitung das Ereignis kurz zusammengefasst und auf die wesentlichsten Informationen beschränkt geschildert.

Im Hauptteil erfolgt dann eine ausführliche Darstellung des Ereignisses in chronologischer Reihenfolge, wobei die Fragen beantwortet werden, was sich ereignete, auf welche Weise und weshalb. Der Schlussteil des Berichtes führt die Folgen des Ereignisses auf.

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Mit Ausnahme des Live-Berichtes werden Berichte immer im Präteritum geschrieben. Zudem enthalten sie im Regelfall keine wörtliche Rede und bemühen sich um eine detaillierte, aber präzise Ausdrucksweise.

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Letztlich beinhaltet ein Bericht immer auch eine Schilderung, grenzt sich jedoch deutlich von einer Erzählung ab. Der wesentliche Unterschied zwischen Erzählung und Bericht ist der, dass eine Erzählung den Leser unterhält, während ein Bericht ihn ausschließlich informiert.

Der Aufbau einer Erzählung gliedert sich daher in eine kurze Einleitung, in den Aufbau eines Spannungsbogens, einer ausführlichen Schilderung sowie einem kurzen Schlussteil. Dabei darf eine Erzählung gefühlsbetont sein, eigene Gedanken, wörtliche Rede und auch Ausrufe oder Vergleiche enthalten.

Ein Bericht hingegen konzentriert sich im Wesentlichen darauf, die wichtigsten Informationen in sachlicher Darstellung und unter Beantwortung der W-Fragen zu vermitteln.

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Berichte im Journalismus haben einen noch etwas strengeren Aufbau, der sich in eine Schlagzeile, den lead und den body teilt. Die Schlagzeile ist letztlich die Überschrift des Berichtes, die zudem einen weiteren Untertitel haben kann. Darauf folgt der lead, bei dem es sich um einen Vorspann und eine kurze Zusammenfassung des Berichtes handelt, der die wichtigsten Informationen enthält.

In den meisten Fällen wird der lead in Zeitungen fett abgedruckt.

Die Anforderung an den lead besteht dabei darin, dass der Leser bereits nach dem Lesen dieser Zusammenfassung über die wesentlichen Tatsachen informiert sein muss. Der body ist die ausführliche Darstellung des Berichtes, der die näheren Umstände und weiterführende Informationen enthält. 

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