Aufbau von Unfallberichten

Der Aufbau von Unfallberichten 

Ein Unfallbericht wird, wie sich bereits aus dem Namen ergibt, immer dann notwendig, wenn es zu einem Unfall kam.

Während es bei speziellen Unfällen, beispielsweise bei Betriebsunfällen oder Unfällen mit Gefahrgütern, gesonderte Vordrucke gibt und auch die meisten Versicherungsgesellschaften Unfallaufnahmeformulare bereitstellen, reicht es bei kleineren Unfällen insbesondere im Privatbereich oder bei Sachschäden ohne Personenschäden meist aus, einen eigenen Unfallbericht zu verfassen, um damit die Schadensersatzansprüche zu sichern.

 

Dabei muss jeder Unfallbericht einige wesentliche Angaben enthalten.

Hier eine Übersicht über den Aufbau von Unfallberichten:

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Grundsätzlich orientiert sich auch der Unfallbericht an den üblichen W-Fragen zur  Beweissicherung. Das bedeutet, es werden die Fragen beantwortet, was geschehen ist, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort sich der Unfall ereignete, wer daran beteiligt war und wie sich der Unfallverlauf darstellt.

Allerdings sollte in einem Unfallbericht vermieden werden, Angaben darüber zu machen, weshalb sich der Unfall ereignete, denn dies wäre mit einem Schuldeingeständnis gleichzusetzen. Im Verlauf der Untersuchung des Unfallhergangs kann sich jedoch eine differenzierte Sachlage ergeben und das Widerrufen eines Schuldeingeständnisses kann sich als problematisch und schwierig erweisen.  

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Um die Frage nach den Beteiligten zu beantworten, werden beispielsweise im Fall eines Autounfalls die Namen der Fahrzeugführer festgehalten und anhand der Daten aus einem Ausweisdokument, etwa dem Personalausweis oder dem Führerschein, protokolliert.

Daneben werden die Kennzeichen sowie die Namen der Versicherungsgesellschaften erfasst, bei denen die Haftpflichtversicherung für die Fahrzeuge besteht. Liegen die Versicherungsnummern vor, werden diese ebenfalls aufgenommen, ansonsten können diese jedoch auch rückwirkend in Erfahrung gebracht werden. 

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Der Unfallhergang wird auf zweierlei Arten dokumentiert, einerseits durch einen Bericht in Textform und andererseits durch eine Unfallskizze. Wichtig hierbei ist, auch auf kleine Details zu achten und beispielsweise im Rahmen der Unfallskizze nicht nur die Aufprallstellen anzugeben, sondern auch den Straßenverlauf sowie relevante Verkehrzeichen zu protokollieren.

Der Unfallbericht in Textform sollte neben dem eigentlichen Hergang und der Beschreibung, aus welchen Richtungen die Beteiligten kamen, auch Angaben zu weiteren relevanten Faktoren wie beispielsweise Verkehrslage und Wetterbedingungen enthalten. In aller Regel reicht jedoch eine kurze Beschreibung aus, denn sollten sich Unklarheiten oder Widersprüche ergeben, werden diese mittels Nachfragen geklärt. 

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Entstandene Schäden werden idealerweise durch Fotoaufnahmen festgehalten. Ist dies nicht möglich, ist eine detaillierte Auflistung sehr wichtig, da nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, dass der Unfallgegner im Zuge der Schadensabwicklung keine Altschäden geltend macht.

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Können weitere Personen den Unfall bezeugen, werden auch deren Personalien in den Unfallbericht aufgenommen.

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Wichtig ist, den Unfallbericht von allen Beteiligten unterschreiben zu lassen und allen Beteiligten im Anschluss eine Kopie des Berichts auszuhändigen.

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